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Kräuterwiese

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Tropfenbalance auf Grashalm

Innere Balance und Selbstheilung

 

 

 

Die Selbstheilungskraft steht im Mittelpunkt vieler naturheilkundlicher Überlegungen. Die Naturheilkunde geht davon aus, dass der menschliche Körper  in der Lage ist, sich zu einem gewissen Grad aus eigenen Kräften zu regulieren und gelegentliche Störungen selbst auszugleichen, sofern nicht dauerhafte negative Einflüsse oder Belastungen die Selbstheilungskräfte des Körpers erschöpfen. Unter diesen Kräften verstehen wir die Abwehrkräfte des Immunsystems, doch darüber hinaus auch jene Kräfte, die dafür sorgen, dass Organe und körperliche Systeme für sich und im Zusammenspiel richtig arbeiten. Wir nennen diese Kräfte: Regulierungskräfte, Vitalkräfte, Selbstheilungskräfte. In der fernöstlichen Medizin heißen sie Qi bzw. Lebensenergie und sie gelten dort als die Grundlage der Gesundheit.

Diese inneren Heilkräfte erschöpfen bei  dauerhaften Belastungen. Oft ist es so, dass nicht nur eine bestimmte Krankheit den betroffenen Menschen quält, sondern dass sich weitere Begleiterscheinungen dazugesellen, z.B. Niedergeschlagenheit, negative Gedanken,  Verlust der Zuversicht, Schlafstörungen etc. , die auch ihre Spuren hinterlassen. Die Vitalität geht zusehends verloren. Wie soll der Mensch gesund werden, wenn er innerlich keine Kraft mehr hat?

Die Naturheilkunde kennt verschiedene Wege, um die Selbstheilungskräfte  anzuregen.  Ich selbst bin vom Nutzen körperorientierter Behandlungen überzeugt. Es sind Behandlungen, die den Patienten zunächst ohne eigenes Zutun in die Ruhe führen und darüber hinaus die körpereigenen Regulierungskräfte  anregen und stärken. Eine solche Maßnahme ist z.B. die Meridiantherapie. Es ist eine energetische Behandlung auf der Grundlage der chinesischen Energielehre. Es geht dabei um die Harmonisierung des Energieflusses, um die Behebung eines Ungleichgewichts, um die Lösung von Stauungen.  Mit einer solchen Behandlung gelingt es, einen Menschen in seiner Gesamtverfassung zu stabilisieren. Damit wird das Fundament gelegt, damit sich das Körpergeschehen wieder ordnen kann. Ich ergänze solche Behandlungen durch weitere Maßnahmen. Mein  Vorbild und mein Lehrmeister war der Arzt Dr. Franz Prause, der bis ins hohe Alter im Raum Pößneck gewirkt hat und ohne großen Aufwand mit seinen manuellen Behandlungen den Menschen helfen konnte. Sein Blick richtete sich auf Auffälligkeiten im Körpergewebe. Er vertrat den Standpunkt, dass körperliche Verspannungen Störungen anzeigen und dass  vor allem  Verhärtungen entlang der Wirbelsäule die Versorgung der inneren Organe und ebenso die Durchblutung zum Kopf hin behindern und dadurch organische und vegetative Fehlsteuerungen auslösen. Diese  Gewebeverhärtungen müssen ernst genommen und gelöst  werden.

Maria Bechheim