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Tomatensämlinge, Ohrgesundheit, Tinnitus, Lärmbelastung

Über Lärm und die Folgen…

 

 

 

 

Da geht ein Jugendlicher unbeschwert in eine Disco und kommt zurück mit einem Dauerpfeifton im Ohr. Meist verschwindet das lästige Geräusch nach Stunden von selbst, doch manchmal bleibt es. Dann beginnt der Gang zu den Ärzten, von denen man sich schnelle Hilfe erhofft. Wenn das Geräusch trotz aller Akut-Maßnahmen bestehen bleibt, muss sich dieser junge Mensch auf ein Leben mit einer schweren Beeinträchtigung einstellen, einem Tinnitus.

Ein Einzelfall? Leider nein! Es gab noch nie so viele Tinnitus-Betroffene wie heute. Wenn ein Discobesuch nur  mit Gehörschutz unbeschadet überstanden werden kann, dann ist der dort erzeugte Musiklärmpegel eindeutig zu hoch. Dann ist eine Lautstärkebegrenzung zum Schutz unserer Jugendlichen dringend notwendig.

Neben diesen offensichtlichen Lärmquellen haben sich in den letzten Jahren neue, subtilere Formen akustischer Belastung entwickelt. Der heutige Mensch ist im Alltag einer ständig wachsenden Zahl von Signal- und Alarmtönen ausgesetzt, die zur richtigen Plage geworden sind: piepsende Handys, Kassen, Bankautomaten, Bustüren bei Schließen etc.

Was muten wir unseren Ohren da eigentlich zu? Eine solche Überflutung mit schrillen Alarmtönen, die uns wachrütteln oder auf Gefährdung hinweisen sollen, ist künstlich erzeugter Stress, der unablässig durch das Sinnesorgan Ohr auf den Menschen einwirkt. Unsere Ohren haben leider keine Klappen, um sich diesen Strapazen zu entziehen. Wen wundert es da, wenn das Ohr eine eigene Lärmbarriere bildet, indem  es einfach abschaltet: plötzlicher Hörverlust ein- oder beidseits, ein Hörsturz, oft mit Tinnitus im Gefolge.

Obwohl es bislang weder für Hörsturz noch für Tinnitus eindeutige Erklärungen gibt, so ist doch ein Zusammenhang mit der akustischen Reizüberlastung, die heute in einer Weise zugenommen hat wie niemals zuvor, mehr als wahrscheinlich.  Die körpereigene Regulation wird störanfällig bei dauerhaftem Stress. Verspannungen und Gefäßverkrampfungen stellen sich ein. Im Bereich des Ohres können solche Gefäßspasmen zur Minderdurchblutung des Innenohrs führen, mit Schädigung der Haarzellen (Sinneshärchen). Die fachärztliche Akutversorgung des Tinnitus und Hörsturzes besteht darum in der Regel in durchblutungsfördernden und entzündungshemmenden Maßnahmen. Wenn ein Tinnitus jedoch chronisch geworden ist, gelingt eine vollständige Beseitigung des Geräuschs selten.

Mancher Patient fragt sich in dieser Situation: Kann die Naturheilkunde helfen? Der naturheilkundliche Ansatz geht davon aus, dass es vorrangig wichtig ist, den Menschen in all seinen Lebensbezügen und Körperfunktionen zu stabilisieren, um die Selbstheilungskraft des Körpers zu reaktivieren. Gelingt dies, dann tritt das belastende Ohrgeräusch in seiner Wahrnehmung und in seiner Ausprägung oft soweit in den Hintergrund, dass es nicht mehr als störend empfunden wird. Hilfreich sind alle Maßnahmen, die die Anspannung lösen, in die der Patient zwangsläufig geraten ist. Auch spürbare Gewebsverhärtungen, die die Durchblutung behindern, müssen erkannt und aufgelöst werden. Oft ist eine Kombination verschiedener Therapieformen notwendig, damit die Belastung für den Betroffenen erträglich wird.

In meiner Praxis  biete ich auch naturheilkundliche Behandlungen bei Tinnitus, Hyperakusis und  Hörsturz an.